Nach der Rückkehr aus Kuba, dem Auspacken der Koffer und natürlich ausschlafen ist es nun auch an der Zeit über meine Cacheerlebnisse zu berichten.
Schon bei der Urlaubsplanung war klar, dass auch im Urlaubsland eine Dose auf der Habenseite stehen sollte. Da uns unser Reiseführer schon darüber informierte, dass einige Geräte nicht eingeführt werden dürfen, wurde dies verfolgt und schnell wurde uns klar, dass der Laptop zuhause bleiben muss. Gesagt getan, also das GPS vorbereitet und dann ab in das Gepäck. So gings dann auch recht schnell mit dem Flugzeug ab Frankfurt über den Teich und nach guten 10h konnten wir auch erfolgreich in Kuba landen, dem erholsamen Urlaub stand also nicht mehr im weg…
…bis zur Gepäckkontrolle!
Dort entdeckte die Dame vom Zoll das GPS Gerät in meinem Gepäck und schon begann der Ärger. Sofort rief sie ihre Kollegen zur Hilfe und schon Sekunden später sah ich mich von drei Zollbeamten wie ein Schwerverbrecher umstellt. Derweil begann die Dame meinen Rücksack zu zerlegen und vor sich auszubreiten, bis sie mein Garmin Oregon 550 in händen hielt. Schon einen Wimpernschlag später verschwand sie mit dem Gerät und meinem Pass.
Kurze Zeit später wurde ich auch schon von den netten Herren um mich herum, die wohl gerade den Staatsfeind Nr.1 gefangen hatten, denn sie waren so bewaffnet, an einen Zollschalter “begleitet”.
Dort versuchte mir eine weitere Zollnerin mein vergehen zu erklären, was aber dann daran scheiterte das ich weder spanisch noch sie englisch Sprach. Also wurde jemand losgeschickt um einen englischsprechenden Zöllner zu suchen, was ihm dann auch nach 10Minuten gelang. Also wurde mir mein Vergehen erklärt und die Zollbefragung konnte beginnen, was alle möglichen Fragen zum Gerät, zum Grund meiner Reise und den Grund des Einführens des Gerätes umfasste. Dabei wurde alles wie es sich gehört in ein 20 seitiges Zollformular eingetragen (1 DIN-A4 Seite mit 20 Durchschreibblätter) was daran scheiterte, dass Zöllnerin Nr.2 dieses Formular noch nie ausgefüllt hatte. Also wurde wieder jemand gesucht der beim Ausfüllen half und auch dies könnte nach 10Minuten geklärt werden. Nun war auch die weitere Vorgehensweise klar: Das GPS-Gerät wird vom Zoll für die Dauer meines Aufenthaltes beschlagtnahmt und eingelagert.
Nach zwei Unterschriften wurde das Gerät dann auch von Zöllnerin Nr.2 in einen Sack gepackt, der dann fachgerecht mit zwei großen Plomben plombiert (die Nummern der Plomben wurde auf dem Formular eingetragen) wurde. Anschließend wurde mir erklärt, dass ich das Gerät bei der Ausreise wieder beim Zoll abholen könnte und schon wurde mir auch der Formulardurchschlag ausgehändigt. Die Fahrt zum Hotel konnte also beginnen.
Zum Glück hatte ich mir bei der Vorbereitung bereits einige Listings angeschaut, wodurch ich bei einem Ausflug mich noch an einen Earthcache erinnern konnte. Hier wurden etliche Fotos geschossen und der Cache konnte trotzdem geloggt werden. Als dann nach 14 Tagen ein wunderbarer Urlaub ohne Geocaching zu Ende ging, hatte ich am Flughafen die Aufgabe mein GPS wieder abzuholen.
In der Abflughalle angekommen, musste ich feststellen, dass der Zoll nur von der Ankunftshalle her erreicht werden kann 
Also wieder zurück und raus aus dem Flughafen, rein in die Ankunftshalle. Doch bereits der Wachmann vor dem Eingang verhinderte diesen genialen Einfall. Nach kurzer Konversation (Wachmann:spanisch, ich:englisch) gelang es mir aber dann doch in die Abflughalle vorzudringen um an den Zollschalter zu kommen.
Dort angekommen gab ich den netten gelben Formulardurchschlag ab und schon blickten mich ratlose Gesichter an, sofort trat ein Zöllner hervor und fragte mich in englisch ob mir die Offiziere bei der Einreise nicht erklärt hätten, dass ich eineStrafe bezahlen muss. Freundlich um nicht noch mehr Stress zu bekommen erklärte ich Ihm, dass von der Strafe keine Silbe gesagt wurde. So hatte er die Pflicht mich darüber aufzuklären, dass ich eine Strafe in Form einer Lagergebühr zu zahlen hätte (ich hatte es mir bereits gedacht und glücklicherweise genug Geld mitgenommen). So wurde eine Schichtleiterin herbeordert, da eine Strafquittung ausgestellt werden konnte, den glücklicherweise kann in Kuba auch nicht einfach eine Strafe bezahlt werden, dafür braucht man ein Formular!!
Also stellte die Schichtleiterin einen Beleg aus mit dem ich meine Strafgebühr von 32,90CUC=25€ (27,90CUC Laggergebühr/Strafe und 5,00CUC Steuern da das Garmin 499€ kostet) am Zahlschalter bezahlen konnte.
Ich trat also zu dem Schalter und gab dort bereitwillig mein Geld ab :-/
Schnell wurde der Beleg abgescannt und ich bekam wieder eine Quittung mit der ich mich wieder zum Zollschalter begeben musste. Erst nach dem erhalt dieser Zahlquittung war die Schichtverantwortliche berechtigt die beiden Plomben an dem Sack zu öffnen, was dann auch schnell mit zwei lauten “rätsch” erledigt wurde.
Daraufhin wurde mir aber vom englischsprechenden Zöllner erklärt, dass mir das Gerät nicht ausgehändigt werden dürfe, sonder mich ein Zöllner bis zur Gepäckabfertigung begleiten müsse. Daraufhin machte sich die Schitverantwortliche mit mir auf den Weg in die Abflughalle, wo bereits sBaerle mit unseren Koffern auf mich wartete. Zielstrebig machte sich die Zöllnerin auf den Weg zum Condorschalter, schlängelte sich mit mir an der wartenden Menge vorbei und befahl mir meinen Reisekoffer zu öffnen. Erst danach bekam ich das GPS um es direkt in den Kofer zu legen und denselbigen sofort zu verschließen und sofort einzuchecken, da erst dann der Zollzugriff endet. Auch dies wurde dem wütenden Mob zum trotz von mir sofort erledigt (schließlich wurden unsere Koffer dann schneller eingecheckt).
Der Heimflug gestalltete sich dann wieder genau so gelassen wie der Flug nach Kuba.
Als Fazit kann ich hier nur jedem mit auf den Weg geben, lasst euer GPS zuhause!! Ihr habt damit in Kuba keine Freude wenn ihr erwischt werdet.